
Es ist 21:15 Uhr an einem Dienstag. Die Küche ist aufgeräumt, die Spülmaschine läuft, mein Mann schaut Nachrichten.
Ich sitze daneben und bin müde. Richtig müde. Aber mein Kopf macht einfach weiter.
Die Mail von Herrn Brinkmann, die ich morgen als Erstes beantworten muss. Der Termin am Donnerstag. Ob unsere Tochter sich wegen der Wohnung gemeldet hat. Und war da nicht noch etwas mit der Werkstatt?
Ich nenne das mein Gedankenkarussell. Und es dreht sich ausgerechnet dann am schnellsten, wenn ich eigentlich abschalten will.
So ging das bei mir seit Jahren. Abends müde auf dem Sofa, und trotzdem hat der Kopf nicht Feierabend gemacht. Ich habe lange gedacht, das ist eben so, wenn man den ganzen Tag Verantwortung hat.
Inzwischen sehe ich das anders. Aber der Reihe nach.
Was ich vorher alles probiert habe
Ich bin niemand, der sofort etwas kauft. Also habe ich es erst mit dem versucht, was man eben so versucht.
Kräutertee am Abend. Schmeckt gut. Mein Kopf hat sich davon nicht beeindrucken lassen.
Fernsehen. Ich habe geschaut, aber nichts gesehen. Fragen Sie mich nicht, worum es im Krimi ging.
Das Handy. Das war ehrlich gesagt das Schlimmste. Ich wollte nur kurz die Mails durchsehen und war 40 Minuten später immer noch am Scrollen. Danach war der Kopf voller als vorher.
Ein Buch. Ich habe denselben Absatz dreimal gelesen und dann das Licht ausgemacht.
Und ja, freitags auch mal ein Glas Wein. Schön ist das. Gelöst hat es nichts.
Irgendwann habe ich es hingenommen. Feierabend hieß bei mir: Der Körper sitzt im Wohnzimmer, der Kopf sitzt noch im Büro.
Wenn Sie bis hierhin genickt haben, dann kennen Sie den Zustand. Und dann lohnt es sich vielleicht, den Rest zu lesen.
Eine schwarze Kerze auf der Kommode meiner Freundin
Ende April war ich übers Wochenende bei meiner Freundin Anke in Münster. Wir kennen uns seit der Ausbildung, sie ist 57 und nun wirklich kein Mensch für Firlefanz.
Im Flur, auf der Kommode, stand eine Kerze. Matt, schwarz, schnörkellos. Ich habe sie in die Hand genommen: mattes, dichtes Wachs, sauber gegossen. Sie fühlt sich wertig an.
"Was ist das denn?", habe ich gefragt.
"Mein Termin mit mir selbst", hat Anke gesagt. "Jeden Abend, 20 Minuten."
Sie hat es mir erklärt: Wenn abends alles erledigt ist, zündet sie die Kerze an und startet in einer App eine geführte Abend-Session. 20 Minuten lang begleitet eine ruhige Stimme durch den Abend, das Handy liegt umgedreht auf dem Tisch. Danach löscht sie die Kerze, und der Abend gehört ihr.
Ich habe erst gelacht. Kerze plus App, das klang für mich nach etwas für Leute, die jünger sind als ich.
Aber eines ist mir an dem Wochenende aufgefallen: Anke war anders als sonst. Ruhiger. Nicht müde-ruhig, sondern aufgeräumt-ruhig. Als hätte bei ihr abends jemand die Papierstapel vom Schreibtisch genommen.
"Ich habe am Anfang auch gelacht", hat sie gesagt. "Probier es eine Woche und schau, was du merkst. Mehr sage ich dazu nicht."
"Mein Termin mit mir selbst. Jeden Abend, zwanzig Minuten."
Anke, 57
99 Euro. Ich habe erst mal den Laptop zugeklappt
Zu Hause habe ich nachgesehen, was das für eine Marke ist: Secrets of Life. Eine kleine Marke, die schwarze Ritualkerzen in kleinen Chargen von Hand gießt, dazu eine App mit geführten Abend-Sessions.
Das 7-Tage-Set: sieben Kerzen, sieben geführte Abende, ein Monat App inklusive. 99 Euro.
Ich sage es, wie es war: Ich habe den Laptop erst mal zugeklappt. 99 Euro für Kerzen, habe ich gedacht.
Am nächsten Abend, das Karussell hat wieder seine Runden gedreht, habe ich noch einmal nachgerechnet. Eine gute Duftkerze im Kaufhaus kostet 60 bis 90 Euro, und die brennt einfach nur herunter. Hier waren es sieben Kerzen plus die geführten Abende plus ein Monat App. Einmalig 99 Euro, kein Abo, kostenloser Versand.
Den Ausschlag hat am Ende das 14-tägige Rückgaberecht gegeben. Wenn es nichts für mich ist, geht es zurück, habe ich mir gesagt. Dann habe ich bestellt.
Wer sich das Set direkt ansehen möchte, findet es hier:
99 Euro einmalig. Kein Abo. 14 Tage Rückgaberecht.

Wie so ein Abend bei mir abläuft
Das Paket kam drei Tage später. Sieben schlanke Kerzen, matt und schwarz, jede einzeln im Seidenpapier. Man merkt beim Anfassen, dass hier niemand gespart hat: dichtes Wachs, sauber gegossen.
Dazu lag eine Karte mit dem Zugang zur App bei. Einrichten hat keine fünf Minuten gedauert, und das sage ich als jemand, der für den neuen Drucker im Büro zwei Anläufe gebraucht hat.
Der Ablauf ist bewusst einfach. Und genau das ist, glaube ich, der Punkt.
Gegen 21 Uhr ist bei mir die Küche fertig. Ich lege das Handy mit dem Display nach unten auf den Tisch, nur der Ton bleibt an. Streichholz, Kerze anzünden, Session starten.
Dann führt eine ruhige Stimme durch 20 Minuten. Erst ein paar Minuten ankommen. Dann den Tag sortieren: was war, was bleibt, was kann bis morgen warten. Zum Schluss ein einzelner Gedanke, den man mit in den Abend nimmt. Danach lösche ich die Kerze.
Kein Hokuspokus, keine großen Versprechen. Eher wie ein fester Termin im Kalender, nur eben mit mir selbst.
Die sieben Abende bauen aufeinander auf, jeder hat einen eigenen Schwerpunkt. Am ersten geht es nur ums Ankommen. Später ums Sortieren, um Klarheit, um den Blick auf den nächsten Tag. Man merkt, dass sich da jemand Gedanken über die Reihenfolge gemacht hat.
Und die Kerze selbst ist eben nicht irgendeine Kerze. Mattes, dichtes Wachs, eine ruhige Flamme, und im Halter steht sie satt auf dem Tisch. Sie ist unbeduftet - sie riecht nach nichts, und genau das ist angenehm. Sie sieht nach etwas aus, das bleiben darf, nicht nach Deko, die man nach Weihnachten wegräumt.
Warum die feste Form bei mir funktioniert: Die Kerze markiert einen Anfang und ein Ende. 20 Minuten lang hat meine Aufmerksamkeit genau eine Aufgabe. Nicht Fernseher plus Handy plus halbes Gespräch nebenbei, sondern eine Flamme, eine Stimme, ein Stuhl. Mehr nicht.

Mein Test: sieben Abende, ehrlich protokolliert
Abend 1. Ich saß da, die Kerze brannte, und ich kam mir ein bisschen albern vor. Zwischendurch habe ich an eine Mail gedacht, an den Einkauf, sogar an die Steuererklärung. Die Stimme in der App ist angenehm, aber an diesem ersten Abend war sie mir fast zu ruhig. Mein Fazit nach Tag eins: ganz nett, aber kein Aha.
Abend 2. Fast hätte ich geschwänzt, im ZDF lief ein Krimi. Mein Mann hat gegrinst: "Na, musst du nicht zu deiner Kerze?" Ich bin trotzdem hin, ein bisschen aus Trotz.
Abend 3. Da kam der Moment, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Ich habe mich nachmittags im Büro dabei erwischt, dass ich mich auf den Abend freue. Das Karussell war nicht weg, aber es war leiser. Und zum ersten Mal seit Langem habe ich nach den 20 Minuten nicht wieder zum Handy gegriffen.
Abend 4. Beim Zähneputzen habe ich gemerkt, dass ich gerade an nichts Bestimmtes denke. Klingt nach nichts, ich weiß. Aber mir ist genau das seit Jahren nicht passiert.
Abend 5. Mein Mann hat die ganze Woche nur gelächelt. An diesem Abend stand er plötzlich in der Tür und hat gefragt, ob er sich dazusetzen darf. Seitdem sind es unsere 20 Minuten.
Abend 6. Freitag, langer Tag, wenig Lust. Ausgerechnet an diesem Abend war es am deutlichsten: Nach den 20 Minuten war die Arbeitswoche einfach vorbei.
Abend 7. Samstag, die letzte Kerze aus dem Set. An diesem Abend habe ich entschieden, dass das Ritual bleibt.

Was ich ehrlich dazu sagen muss
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Das Set ist kein Schalter, den man einfach umlegt.
Wer nebenbei aufs Handy schaut oder den Fernseher laufen lässt, kann sich die 99 Euro sparen. Es funktioniert nur, wenn man die 20 Minuten wirklich ernst nimmt.
Und am Anfang kommen einem 20 Minuten lang vor. An Tag eins habe ich zweimal auf die Kerze geschaut und mich gefragt, wie viel wohl noch fehlt. Das legt sich, aber man muss durch die ersten zwei, drei Abende durch.
Ob es bei Ihnen so ist wie bei mir, kann ich nicht versprechen. Ich kann nur beschreiben, was ich gemerkt habe.
Was sich seither verändert hat
Seit Anfang Mai ist das jetzt mein Abend, und ein paar Dinge sind anders geworden.
Der Feierabend gehört wieder mir. Nicht dem Postfach und nicht dem Karussell.
Der Fernseher läuft seltener einfach nebenbei. Das Handy bleibt öfter in der Küche liegen, und es fehlt mir dabei erstaunlich wenig.
Ich starte klarer in den Morgen, weil der Abend davor nicht mehr so zerfasert war. Termine sortiere ich jetzt abends in den 20 Minuten und schleppe sie nicht mehr durch den ganzen Abend.
Und ich bin abends immer noch müde. Aber es ist eine andere Müdigkeit. Eine, die sich nach Feierabend anfühlt und nicht nach unerledigten Dingen.
Vor zwei Wochen hat unsere Tochter am Telefon gesagt: "Mama, du klingst irgendwie gelassener." Sie wusste da noch nichts von der Kerze. Das hat mich mehr gefreut, als ich zugeben wollte.
Vielleicht noch ein Wort zum Karussell: Es ist nicht auf einmal verschwunden, so ehrlich muss man sein. Aber es hat jetzt eine feste Uhrzeit, zu der ich es abgebe. Das klingt banal. Im Alltag macht es einen größeren Unterschied, als ich gedacht hätte.
Der Monat App war im Set enthalten, danach entscheidet man selbst, ob man weitermacht. Es gibt keine automatische Verlängerung und kein verstecktes Abo. Das war mir wichtig, ich habe bei so etwas schon anderes erlebt.
Wenn Sie es selbst ausprobieren möchten:
Einmalig 99 Euro. Kostenloser Versand. 14 Tage Rückgaberecht, Rücksendung kostenlos.

Das steckt im 7-Tage-Set
- Sieben schwarze Ritualkerzen, in kleinen Chargen von Hand gegossen, eine pro Abend
- Sieben geführte Abend-Sessions in der Secrets of Life App
- Ein Monat App-Mitgliedschaft inklusive, ohne automatische Verlängerung
- Kostenloser Versand, Lieferung in 2 bis 5 Werktagen (DE)
- 14 Tage Rückgaberecht, Rücksendung kostenlos
99 Euro einmalig. Kein Abo, keine versteckten Kosten. Abgebildeter Keramikhalter nicht im Lieferumfang enthalten.
Wem sieben Abende von vornherein zu kurz sind: Es gibt auch ein 30-Tage-Set für 299 Euro. Ich würde trotzdem mit den sieben Tagen anfangen. Erst ausprobieren, dann entscheiden.
Noch ein Hinweis: Die Kerzen werden in kleinen Chargen von Hand gegossen, und es gibt sie nur direkt bei der Marke, nicht im Geschäft.
Mein Fazit nach gut zwei Monaten
Ich habe keine Verwandlung erlebt, und ich verspreche Ihnen auch keine.
Ich habe sieben Abende lang 20 Minuten in mich investiert. Seitdem hat mein Tag wieder ein Ende, und mein Feierabend gehört mir.
Ob das bei Ihnen genauso ist, finden Sie nur auf eine Art heraus. Sieben Kerzen, sieben Abende, und wenn es nichts für Sie ist, geht das Set innerhalb von 14 Tagen zurück.
99 Euro einmalig. Kein Abo. 14 Tage Rückgaberecht.